Unsichtbares sichtbar machen — Flüssigkristalle von Merck in Flüssigkristallbildschirmen (LCDs)

02.08.2007

CAPCom AG entwickelt einen Display Explorer für Messen, Ausstellungen und Events mit dem Ziel die Funktionsweise der Flüssigkristalle in Flachbildschirmen auf spielerische und informative Weise zu erklären.


Wie funktionieren LCDs und welche Aufgabe übernehmen dabei die Flüssigkristalle von Merck?

Nicht nur dem laienhaften Betrachter fällt es schwer, sich derart abstrakte Prozesse vorzustellen oder physikalische Abläufe zu begreifen. Der Wunsch des Pharma- und Chemieunternehmens Merck war es,  „nichtsichtbare” Prozesse sichtbar zu machen.  

Die CAPCom AG entwickelte im Auftrag von Merck, Pionier und Marktführer in innovativen LC-Materialien, einen interaktiven Display-Explorer, der durch den Einsatz innovativer Präsentationstechnologien die Nutzer einbindet und somit ein nachhaltiges Erlebnis ermöglicht.

Hierbei wird  in einem begrenzten Zeitrahmen Interesse am Thema und ein Grundverständnis erzeugt. Technisch-wissenschaftliche Details stehen eher im Hintergrund. Vorkenntnisse des Interessenten sind dafür nicht notwendig

Der Vorteil des Display-Explorers - er kann an besonderen Orten und zu besonderen Anlässen den Einsatz der Flüssigkristalle auf spielerische anschauliche Weise vermitteln — und ist somit optimal auf Messen, Ausstellungen und Events einzusetzen.

Bei diesem Exponat hat man sich über die Flüssigkristalle hinaus einem weiteren, viel versprechenden Forschungsfeld bei Merck genähert, der innovativen Technologie organischer Leuchtdioden (OLED).

Konzept „Schirm im Schirm”

Als Eingabegerät wird ein Touchscreen verwendet für das, abhängig von dem darzustellenden Inhalt, eine Benutzungsoberfläche (Gestaltung, Inhalt) entwickelt wurde.

Die Nutzer können die Ansicht so wechseln, dass sie virtuell in den Bildschirm hinein fliegen bis einzelne Pixel und deren RGB- Komponenten sichtbar werden. Sogar der schematische Aufbau der einzelnen Pixel im Querschnitt ist zu erkennen. Die Stellung der Flüssigkristalle, damit die Lichtdurchgänge und die daraus resultierende Farbe verändern sich in Abhängigkeit der gewählten  Ansteuerspannungen.  Mittels der eigenen Aktivitäten steuern die Nutzer das Verhalten der virtuellen Flüssigkristalle und die Farbe, die der Flüssigkristallbildschirm virtuell anzeigt.

Um das Verfahren noch detaillierter zu erläutern, können alternativ oder ergänzend die an den Zellen angelegten Spannungen eingestellt und dargestellt werden.

Plastisches Sehen durch Autostereoskopie

Zur Visualisierung wurde ein 24" großer autostereoskopischer Flachbildschirm mit 1.920 x 1.200 Pixel eingesetzt. Damit wird eine räumliche Darstellung der physikalischen Prozesse erzielt. Diese neuartigen Bildschirme ermöglichen eine plastische Wahrnehmung von Objekten ohne besondere Hilfsmittel wie 3D-Brillen und können inzwischen Bilder in ausreichend hoher Auflösung wiedergeben.

2003 ist von der CAPCom AG eine Online-Version eines LCD-Explorers entwickelt worden. Er erläutert interaktiv die Funktionsweise von 3 TFT-Verfahren unter Nutzung des Adobe-Flashplayers.